Das CMOP dient dazu, gemeinsam mit Eltern und Kind Problemeituationen aus den Bereichen Selbstversorgung, Kindergarten/Schule und/oder Freizeit zu identifizieren. Anschließend wird festgelegt, in welchen Situationen Veränderungen notwendig sind, um systematisch Lösungsstrategien zu entwickeln.
Das CMOP bildet häufig den Einstieg in die Therapie und ist für die Zielsetzung wichtig. Sind die aufgelisteten Ziele erreicht, werden mit CMOP mögliche weitere Ziele festgelegt oder die Therapie beendet.
Die Sensorische Integrationstherapie ist ein Behandlungskonzept zur Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitung. Durch verschiedene Sinnessysteme nehmen wir unseren Körper und unsere Umgebung wahr. Nur wenn sie sich im Einklang befinden, können wir Menschen gut „funktionieren“ und unseren Alltag mit seinen Herausforderungen bewältigen.
Neben den bekannten Sinnen Sehen, Hören, Riechen und Schmecken sind für uns auch die Körpersinne von großer Bedeutung für ungestörte Alltagsabläufe:
Der Tastsinn registriert selbst leichte Berührungen an der Körperoberfläche, beispielsweise Berührungen der Haut oder der Haare:
Er ermöglicht es uns zu erkennen, wo wir berührt werden, was uns berührt und wie sich die Berührung anfühlt.
Ein gut funktionierender Tastsinn ermöglicht es uns zu erkennen, ob ein Gegenstand rau, glatt, weich, sandig, warm, kalt oder z.B. matschig ist. Berührungen bekommen eine Bedeutung für uns und können als angenehm, unangenehm, beruhigend oder aufregend empfunden werden.
Die Tiefensensibilität, auch bekannt als Stellungssinn, Bewegungssinn oder Kraftsinn, registriert Bewegungen und Stellungen unserer Gelenke sowie die Spannung unserer Muskeln.
Eine gut funktionierende Tiefensensibilität ermöglicht es uns unbewusst, unsere Füße beim Treppensteigen entsprechend zu heben, uns ohne hinzusehen die Schuhe zuzubinden und den Krafteinsatz beim Malen, Anheben einer Wasserflasche oder Tauziehen anzupassen. Die Tiefensensibilität trägt zu geschickten und dynamischen Bewegungen bei.
Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr registriert sämtliche Bewegungen des Kopfes:
Aufzugfahrten, Balancieren, Drehen, Kopfstehen.
Darüber hinaus nimmt es Geschwindigkeit und Bewegungsveränderungen wahr:
Laufen, Bremsen, Fallen.
Ein gut funktionierendes Gleichgewichtssystem ermöglicht uns eine stabile Balance, da unser Gehirn Abweichungen von der Mitte erkennt und entsprechende Reaktionen auslöst. Wir können uns schnell abstützen, wenn wir fallen, und Gefahren, die mit Höhe oder Geschwindigkeit verbunden sind, gut einschätzen.
Die sensorische Integrationstherapie basiert auf der Erkenntnis, dass unser Gehirn all diese Sinneseindrücke ordnet und verarbeitet. Durch diese Leistung werden Gedanken sowie funktionale Körper- und Gefühlsreaktionen erzeugt.
Nicht selten treten Defizite in einem oder mehreren Sinnesbereichen auf. Diese können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und zu Schwierigkeiten in der Motorik, der Aufmerksamkeit und im Verhalten führen. In der Therapie werden den Kindern über spielerische, klar strukturierte Aktivitäten die Sinnesreize angeboten, die zur Regulierung ihrer Wahrnehmungsverarbeitung notwendig sind.
Die Summationstechnik nach Patricia Wilbarger ist ein Therapieprogramm zur Regulierung der Körperwahrnehmung mittels starker tiefensensibler Reize. Sie wird nach spezieller therapeutischer Indikation bei bestimmten Wahrnehmungsstörungen empfohlen. Die Eltern werden in der Therapie intensiv in die Durchführung der Summationstechnik und den weiteren Prozess eingewiesen und führen das Programm über einen Zeitraum von zehn Tagen mit ihrem Kind durch.
Die Durchführung der Summationstechnik hat sich insbesondere bei hochsensiblen Kindern mit Überempfindlichkeiten des Tastsinnes, aber auch bei Gleichgewichts- oder Geräuschempfindlichkeit bewährt. Der Therapieerfolg basiert auf der stark regulierenden Wirkung der Tiefensensibilität auf die übrigen Sinne.
Weiterhin eignet sich das Programm zur Förderung von Kindern mit Defiziten in der Tiefensensibilität, da dieser Sinn durch das Programm gezielt angesprochen wird.
Dieses Programm sollte nur nach eindeutiger Indikation durch eine/n Ergotherapeut/in mit Weiterbildung in dieser Behandlungsmethode durchgeführt werden. Eine intensive professionelle Einführung der Eltern in die Durchführung ist essenziell, um den Behandlungserfolg zu sichern.
Situationen mit einem Kind mit besonderen Bedürfnissen können für Eltern und Bezugspersonen sehr belastend sein. Häufige Streitthemen sind das morgendliche Aufstehen, Anziehen und Zähneputzen, das Zu-Bett-Gehen; die Erledigung von Aufgaben, der Umgang mit Medien, Stress beim Aufräumen, Probleme beim gemeinsamen Einkaufen, häufige Wutausbrüche, Aggressionen, Schläge, Stören, manchmal auch deutliche Trennungsängste des Kindes.
Der eigentlich „normale“ Alltag ist eine ständige Herausforderung.
Das Kind ist emotional unausgeglichen.
Der erhöhte Aufwand aufgrund von Terminen (bei Ärzten, Therapeuten, Kindergarten, Schule, Förderzentren) kostet Zeit und Energie. Immer wieder gibt es Probleme.
Sorgen um die Entwicklung des Kindes bestimmen die Gedanken.
Es bleibt für Eltern wenig Zeit für eigene schöne Situationen und für die Befriedigung eigener Bedürfnisse. Stress steht im Vordergrund.
Der eigene Stress überträgt sich auf das Kind, pädagogische Ratschläge wirken nicht.
Unser Anliegen ist es, das Kind und seine Situation im familiären Kontext zu verstehen und die Anliegen der Familie ernst zu nehmen.
Wir kombinieren in der Therapie
Der Umgang mit „besonderen Kindern“ erfordert ein besonderes Verständnis und Einfühlungsvermögen.
Wir können Ihnen helfen, Ihr Kind und damit Problemsituationen besser zu verstehen!
Unser Ziel ist es, dass Sie die Beziehung zu Ihrem Kind wieder positiver gestalten können!
Nur in positiver Atmosphäre können wir zufrieden sein und uns gut entwickeln!
Eine effektive Behandlung, insbesondere von Kindern mit Auffälligkeiten im Verhalten, ist ohne die Einbeziehung des Umfeldes nicht wirklich möglich. Wir ErgotherapeutInnen verfügen über die Möglichkeiten dazu. Beratende Gespräche in Schule, Kindergarten oder zu Hause können Bestandteil der Therapie sein.
Positive Atmosphäre
Das Gehirn von Kindern lernt in seiner Entwicklung unfassbar viel. Wir sollten sie unterstützen, positive Alltagserfahrungen zu machen.
Auch wir Eltern lernen viel, beispielsweise wie wir den Alltag mit unseren Kindern empfinden.
Für Erwachsene ist es genauso wichtig, positive Erfahrungen mit unseren Kindern zu machen!
Wir begleiten Sie und Ihr Kind gern auf diesem Weg!
Viele Kinder im Vorschulalter wechseln die Hand. Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen und KinderärztInnen sind sich oft unschlüssig, ob das Kind ein Links- oder Rechtshänder ist.
Ist ein Kind mit beiden Händen gleichermaßen (un-)geschickt, kann es auch zu der Annahme kommen, für das Kind sei es egal, welche Hand nun verstärkt geschult wird. Immer wieder wird dann auf die rechte Hand geschult, weil die Annahme besteht, dass dies im Alltag für das Kind leichter sei.
Die Entscheidung, mit welcher Hand das Kind zukünftig schreibt, ist jedoch äußerst wichtig! Sollte man sich für die „falsche“ Hand entscheiden, kann es zu gravierenden Folgen kommen, wie zum Beispiel Konzentrationsschwächen, motorischen Problemen und Lernschwierigkeiten.
Die Entwicklung der Handpräferenz ist äußerst komplex und wird durch genetische Faktoren, die physische, soziale und kulturelle Umwelt, das individuelle Entwicklungsmuster sowie motorischen Fähigkeiten beeinflusst und geformt. Die meisten Menschen haben auch keine ausschließliche Rechts- oder Linkshändigkeit, sondern ein individuelles Händigkeitsprofil, welches unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann und sich auch bei verschiedenen Handlungen unterschiedlich zeigen kann. Dies macht die Beobachtung bei sogenannten „unentschlossenen Kindern“ so schwer.
Die bei uns durchgeführte Testung anhand des validierten und standardisierten Händigkeitsprofils bietet eine umfassende und differenzierte therapeutische Diagnostik und die Möglichkeit, eine auf diesen Testergebnissen basierende Beratung anzubieten.
Das diagnostische Instrument zur Erfassung einer Links- oder Rechtshändigkeit wurde von Prof. Dr. Elke Kraus, einer promovierten Ergotherapeutin, entwickelt.
Es basiert auf einem systematisierten Differenzierungsprozess, der die komplexen Faktoren der Händigkeit berücksichtigt und die Entscheidungsfindung bei Kindern mit wechselndem Handgebrauch unter Berücksichtigung der Handmotorik unterstützt.
Das Händigkeitsprofil eignet sich auch für Menschen, denen es wichtig ist, die motorische Leistung und die Händigkeit zu überprüfen. Zum Beispiel kann es bei vermutlich umgeschulten erwachsenen Linkshändern sowie nach neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen bzw. Traumata eingesetzt werden.
Besondere Merkmale des Händigkeitsprofils: